Chronik der Aubing-Neuaubinger Zeitung

Die „gern gelesene Heimatzeitung“ im Spiegel der Geschichte

Der Gründer

Die AUBING-NEUAUBINGER ZEITUNG wurde am 4. Oktober 1926 von dem Aubinger Buchdrucker Josef Heinrich Jeup (1862 – 1947) ins Leben gerufen – in einer Zeit, in der Arbeitslosigkeit und materielle Not weite Teile des Alltagslebens beherrschten. Unkenrufe über den Fortbestand des neuen Mediums folgten daher auf dem Fuße, doch der schon 64-jährige Jeup ließ sich nicht entmutigen.

Josef Heinrich Jeup
Josef Heinrich Jeup

Die ersten Ausgaben

Eine breite Markteinführungskampagne konnte Jeup sich natürlich nicht leisten – eine rentable Auflage war also nur mit persönlichem Einsatz vor Ort zu erreichen. „Der alte Jeup“, wie er in einem Heimatbuch von Hans Stangl bezeichnet wird, der sich seine ersten Sporen bei eben dieser „Aubinger“ verdiente, überzeugte hier mit menschlicher Nähe: Schon bald entwickelte sich sein Redaktionszimmer zu einem Treffpunkt für Hilfe- und Ratsuchende. Gerade ärmere Bevölkerungsschichten schätzten ihn dabei als Anlaufsstelle bei Rechts- und Geldfragen, was auch Jeups Journalismus zu Gute kam: Er wusste, was seine Mitbürger bewegte. Daneben suchten auch viele politische Vertreter bei ihm Rat. So kam es mehr als einmal vor, dass er „den Schwarzen“ bei der Abfassung eines Artikels half, während im Nebenzimmer eine Vertretung „der Roten“ bereits auf die öœberarbeitung ihrer Texte wartete. So konnte Jeup das landläufig zu „Aubinger Zeitung“ verkürzte Medium bald zu einem festen Bestandteil innerhalb der Gemeinde ausbauen. Mit der NS-„Gleichschaltung“ 1939 allerdings endete sein Lebenswerk abrupt; den Neubeginn im Jahr 1948 erlebte er nicht mehr.

© 2020, website der Aubing-Neuaubinger Zeitung

Fortsetzung folgt!